ACT Gruppe

Der aktuelle Flyer von Mother Hood - Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr steht zum Download bereit!

Den Flyer zu Ausdrucken findet ihr hier! (PDF)

 

 

Aktuelle Mitteilungen aus unserem Haus

Musizieren zur Adventszeit im Geburtshaus

Zum 3. Advent haben uns Deborah Furrer und ihre jungen Musikschülerinnen und Musikschüler einen besinnlichen und anrührenden musikalischen Nachmittag beschert. Herzlichen Dank!

Im kommenden Jahr können wir uns auf vier musikalische Nachmittage entlang der Jahreszeiten im Geburtshaus unter Leitung von Deborah Furrer freuen!


IT-Unternehmen ACT unterstützt das Geburtshaus Bonn – Vielen Dank!

Gebäude der ACT Gruppe, Niederkassel

Bonn im Dezember 2015. Das IT-Unternehmen ACT aus Niederkassel bei Bonn hat im Jahr 2015 unser Büro professionell bei der Suche nach einer neuen Softwarelösung für die Verwaltung unterstützt und kompetent begleitet.


Das gesamte Team des Geburtshaus Bonn bedankt sich recht herzlich für den Einsatz im Jahr 2015. Durch die Unterstützung und Begleitung durch ACT sind uns viele wichtige Details bewusst geworden, die im Arbeitsalltag einfach untergehen oder gar nicht erst auffallen. Durch den Workshop mit dem ACT-Team als IT-Profis konnten wir wesentliche Prozesse erkennen, definieren und analysieren. Damit sind wir einer Lösung ein gutes Stück näher gekommen. Wir bedanken uns recht herzlich für diesen wertvollen Beitrag, der auf Sponsoring-Basis erfolgte.

Die ACT ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit 170 Mitarbeitern. Seit 1982 als IT-Dienstleister am Markt, unterstützt die ACT Unternehmen und Organisationen bei der Optimierung ihrer IT-Landschaften und sorgt für einen reibungslosen IT-Betrieb. Hierzu gehören die Planung, Einrichtung und Überwachung hoch verfügbarer IT-Infrastrukturen, die Entwicklung und Integration individueller Korrespondenz- und Outputmanagement-Lösungen, die Analyse von Geschäftsprozessen sowie die Unterstützung von Betriebsorganisationen durch qualifizierte Dienstleistungen. Die ACT steht für qualitative und zukunftsfähige Lösungen zu fairen Preisen. In Projekten setzt sie erreichbare Meilensteine und begleitet ihre Kunden mit festen Ansprechpartnern, oft über Jahre hinweg."


Erzählcafé im Geburtshaus Bonn bringt Austausch der Generationen in Gang

Ein guter Start und eine sichere Bindung von Anfang an ...

war auch das Thema des ersten Erzählcafés des Geburtshauses und Zentrums für Primärgesundheit, das am 27. September 2015 stattgefunden hat.
Mütter zwischen Mitte 80 und Mitte 20, die Kinder zwischen 1950 und 2015 geboren haben, einige mit ihren Kindern, und auch einige Väter, saßen bei Kaffee und Kuchen mit den Hebammen des Geburtshauses zusammen und tauschten sich aus, berichteten, wie sie in ihrer Zeit die Geburt und die Betreuung im Krankenhaus oder zuhause erlebt haben. Platz hatten da alle Erfahrungen, wohltuende ebenso wie schwierige. Und so wurde auch der Wandel in diesem halben Jahrhundert deutlich, denn die Sichtweisen auf die Geburt und die frühe Kindheit haben sich in den letzten dreißig Jahren sehr verändert. Früher haben Großmütter und Mütter ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächste Generation weiter gegeben. Heute kann das Gespräch im Erzählcafé den Dialog zwischen den Generationen wieder anregen.

Viele der nun schon älteren Mütter und Großmütter haben keine so gute Betreuung durch Hebammen erlebt, wie sie heute üblich ist, die Sensibilität für die Bedürfnisse der Mütter und der Kinder war damals noch kaum vorhanden. So war es in den 70-ern noch völlig normal, dass Babys ins Nachbarzimmer gestellt wurden, bis sie aufgehört hatten zu schreien. Kinder sollten nicht verwöhnt, zur Beruhigung auf gar keinen Fall auf den Arm oder mit ins Bett der Eltern genommen werden.

Frauen klagten nicht über körperliche oder seelische Schmerzen: „So war eben Geburt“, so eine Großmutter. Andererseits gab es damals, trotz weniger Hebammenbetreuung, wesentlich seltener Kaiserschnitt-Geburten.

Durch die unterschiedlichen Erzählungen wurde allen noch einmal ganz deutlich bewusst, wie wesentlich und notwendig die Hebammenbetreuung ist und wie wichtig es für uns alle ist, die Hebammenbetreuung als ein besonders wertvolles gesellschaftliches Kulturgut zu bewahren.

Deshalb unterstützen das Geburtshaus und Zentrum für Primärgesundheit auch die Elternprotestgruppe MotherHood Bonn und das bundesweite Netzwerk der Eltern-Initiativen. Einmal monatlich führen die Frauen von MotherHood einen Eltern-Aktionsstammtisch im Geburtshaus Bonn durch. Wer sich beteiligen möchte, findet hier Informationen:

www.mother-hood.de/ueber-uns/der-verein/regionalgruppen/elternprotestgruppe-bonn

Erzählcafé Geburtshaus Bonn, ©Anne Servos
Erzählcafé Geburtshaus Bonn, ©Anne Servos

Rückblick 1. Fachtag "Eine sichere Bindung von Anfang an"

Ein guter Start und eine sichere Bindung von Anfang an ...

liegt allen am Herzen, die im Geburtshaus und Zentrum für Primärgesundheit in Bonn tätig sind, den Hebammen und Kursleiterinnen ebenso wie den vielen ehrenamtlich tätigen Eltern.

Daher wird künftig einmal jährlich ein interdisziplinärer Fachtag für Eltern und Fachkräfte stattfinden, um neue Erkenntnisse vermitteln, vertiefen und sich austauschen zu können, um so andere Sichtweisen und verändertes Verhalten möglich zu machen.

So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des am 25. September 2015 veranstalteten 1. Fachtages (in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte) mit dem führenden Experten zur Eltern-Kind-Bindung, Dr. Karl Heinz Brisch (Uni München), nach einem interessanten Vortrag eine lebhafte Diskussion erleben, Erfahrungen austauschen und hilfreiche Möglichkeiten der Bindungsförderung erörtern.

Für den 2. Fachtag, der im nächsten Jahr am 16. September stattfinden wird, konnte der Psychologe Thomas Harms aus Bremen, Autor des bekannten Buches „Emotionelle Erste Hilfe - Neue Wege für Eltern und Kind“, gewonnen.

Fachtag zum Thema Bindung ©Anne Servos
Fachtag zum Thema Bindung ©Anne Servos
Fachtag zum Thema Bindung ©Anne Servos

Offen für alle - Erzählcafé "Bindung - Der Start ins Leben" am Sonntag 27. September 2015 von 15 - 17 Uhr im Geburtshaus

Unser Erzählcafé verstehen wir als Fortsetzung des Themas "Eine sichere Bindung von Anfang an" - Thema unseres Fachtags mit Dr. Brisch am 25.09.2015. Es ist Teil der Kampagne "Tage der Geburt", die bundesweit vom 25. - 27.09.2015 durchgeführt wird.

Zuhören, voneinander lernen, sich austauschen - Eltern, deren Kinder zwischen 1950 und 2015 geboren sind, werden erzählen. So kann der Wandel in diesem halben Jahrhundert deutlich werden. Platz haben sollen alle Erfahrungen, wohltuende und schwierige. Früher haben Großmütter und Mütter ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächste Generation weiter gegeben. Die Sichtweisen auf Geburt und frühe Kindheit haben sich in den letzten dreißig Jahren sehr verändert, das Wissen ist heute tiefgründiger. Wie gelingt es Eltern und Kindern heute in eine sichere Bindung zu finden?

Im Gespräch zwischen Jung und Alt, Zeitzeuginnen, Hebammen und Eltern werden Fragen beantwortet und eine neue Sichtweise auf den Beginn des Lebens ermöglicht. Auch wer keine Kinder hat, kann an diesem Nachmittag mehr über die Zeit der eigenen Geburt erfahren und mitdiskutieren.

Das moderierte Erzählcafé ist für alle zwischen 0 und 100 Jahren offen, der Eintritt ist frei, Kaffee, Tee und Kuchen stehen bereit. Fotos, Geburtsanzeigen und Erinnerungsstücke rund um das Thema Geburt können mitgebracht werden.    

Unser Erzählcafé ist Teil der bundesweiten Erzählcafé-Aktion, die "Hebammen für Deutschland e.V." und
Dr. Stefanie Schmid-Altringer, Ärztin und Wissenschaftsjournalistin, initiiert und vorbereitet haben. Die Firma Lansinoh unterstützt das Erzählcafé des Geburtshauses Bonn finanziell, wofür wir uns herzlich bedanken.

Mit den Erzählcafés sollen die Geschichten und das Erfahrungswissen der Zeitzeuginnen bewahrt werden. Die Ergebnisse aller Erzählcafés werden gesammelt, wissenschaftlich ausgewertet und auf www.erzaehlcafe.net dokumentiert. So stehen sie uns und künftigen Generationen zur verfügung. Am Ende der Aktion wird das Thema gegenüber Politik und Gesellschaft als lebendige Form des Bürgerdialogs vorgetragen.

Weitere Informationen:
http://www.erzaehlcafe.net

Als gemeinnützige Aktion finanzieren sich die Erzählcafés ausschließlich über Spenden.
Unterstützen auch Sie die Erzählcafé-Aktion durch eine kleine 'Finanzspritze'!

Spendenkonto:Hebammen für Deutschland e.V.

Sparkasse Köln Bonn
IBAN: DE40370501981929760278
BIC COLSDE33XXX

Bitte geben Sie als Verwendungszweck 'Spende für Erzählcafé' an.
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar, gerne stellen wir auf Anfrage eine Spendenquittung aus. Und Sie sind natürlich herzlich eingeladen, auch zum nächsten Erzählcafé in Ihrer Nähe zu kommen!
> Hier finden Sie Termine in Ihrer Nähe.


Sommerfest 2015 – Ein schönes Fest mit Sonne und Rekordbesucherzahl

Unser Sommerfest am 06. September war ein voller Erfolg. Dank euch, ihr Lieben Gäste konnten wir bei Sonnenschein zahlreiche der im vergangenen Jahr geborenen Kinder begrüßen und miteinander feiern und singen. Der Singkreis erfreute Groß und Klein und zauberte eine ganz besondere Stimmung in die Runde.

Das Buffett war bis zum späten Nachmittag immer wieder gut gefüllt und alle konnten nach Herzenslust ein Wiedersehen mit anderen Familien bei einer vollwertigen Mahlzeit, einem Snack oder Kaffe und Kuchen genießen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Gästen für dieses wunderschöne Fest!
Eine große Freude war es uns, den Bonner OB-Kandidaten Peter Ruhenstroth-Bauer als Ehrengast begrüßen zu dürfen. In Begleitung seiner Frau hielt er eine kleine Ansprache, bei der er sich ausdrücklich für eine gute Bonner Familienpolitik aussprach. Anschliessend nahm er sich Zeit, die Geburtsräume des Geburtshauses bei einer Hausführung anzusehen und mehr über die Arbeit des Geburtshauses zu erfahren. Auch Bärbel Richter war wieder dabei!

Besonders die Kinder kamen auf ihre Kosten: neben den legänderen Fahrradrundfahrten rund um das Geburtshaus in der Fahrradkiste, gab es viele Spiele für die Kleinen und auch einen großartigen Zauberer "Magic Rabbit", der die kleinen Zuschauer in seinen Bann brachte.

Alle die nicht kommen konnten, haben jederzeit die Möglichkeit z.B. im Elterncafé des Geburtshauses ein Treffen zu verabreden. Wir freuen uns auch hier sehr über euren Besuch.

Geburtshaus Bonn Sommerfest 2015
Geburtshaus Bonn Sommerfest 2015
Geburtshaus Bonn Sommerfest 2015

Sommerfest im Geburtshaus am 06. September

Wir laden Sie herzlich ein zum Sommerfest im Geburtshaus Bonn

am 06. September 2015von 14.00 bis 18.00 Uhr

Unser Programm bietet für Groß und Klein: Zeit zum Ankommen -- Wiedersehen -- Erzählen und Austauschen - ein reichhaltiges Buffet -- Märchen-- Spielen –Es-sich-gut-gehen-lassen.

Um 16:00 Uhr ist Zeit für ein besonderes Willkommen für alle Kinder, die seit dem letzten Sommerfest geboren wurden.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Lieben!

Das Buffet bei unserem Sommerfest besteht ausschließlich aus Speisen, die von unseren Gästen mitgebracht werden. Damit für jeden Geschmack etwas dabei ist, freuen wir uns, wenn Sie etwas zu unserem Büfett beisteuern.

Sie haben noch Fragen oder möchten uns bei den VorbereitungenUnterstützen?
Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail.Wir freuen uns über jede Hilfe!

>> Aktuelles zum Sommerfest auf unserer facebook Seite


„Einsame Geburt – Hebammen in Not“ Filmvorführung und Podiumsdiskussion in der Bonner Filmbühne

Wir hatten ein volles Haus, daher (für alle, die es am 21. nicht geschafft haben) zeigt die Filmbühne den Film am nächsten
Sonntag, 28.6. um 13h nochmal!!!
Hingehen, weitersagen!

 

Bonn, den 03.06.2015

Die Bonner Elternprotestgruppe von Mother Hood lädt im Anschluss an die Filmvorführung „Einsame Geburt- Hebammen in Not“ (2015) zu einer Podiumsdiskussion am Sonntag, 21. 06. 2015 um 15 Uhr in die Neue Filmbühne Bonn ein.

In Deutschland werden jährlich ca. 680.000 Kinder geboren. Ebenso viele Familien sind betroffen, wenn Hebammen aufgrund unbezahlbarer Haftpflichtversicherungen die kompetente Betreuung sich nicht mehr leisten können.

Weiterlesen


ES REICHT!

Liebe Eltern,
euer Recht auf die Geburt eures Kindes unabhängig vom Ort der Geburt ist ernsthaft bedroht!
Wir rufen euch auf: Wehrt euch! Macht mit, denn was hier gerade passiert, geht wirklich zu weit!


Unterzeichnet die folgende Petition an Dr. Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV):

Zur Petition


Darin heißt es:


"Erstmals wollen die gesetzlichen Krankenkassen aus der umfassenden Versorgung der Frauen mit Hebammenhilfe aussteigen. Aus diesem Grund scheiterten am 28. April die Vergütungsverhandlungen zwischen dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV).

Geht es nach dem Willen des GKV-SV, der alle gesetzlichen Krankenversicherungen vertritt (AOK, Techniker, DAK, Barmer etc.), dürfen sich Frauen künftig nur noch unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen für eine außerklinische Geburt als Kassenleistung entscheiden. Das Überschreiten des errechneten Termins um bereits einen Tag (ET+1) ist dabei das umstrittenste Kriterium. ... "

>> Weiterlesen


Am 5. Mai ist Tag der Hebamme!

Liebe Eltern, liebe Hebammen, liebe Unterstützer_innen,

am 5. Mai ist Tag der Hebamme! Die beste Gelegenheit, um wieder einmal auf den aktuellen Missstand in der Hebammenversorgung aufmerksam zu machen. Wir laden euch herzlich ein mit uns gemeinsam aktiv zu werden und am 5. Mai unter die Leute zu gehen!

Geplant ist, dass kleine Gruppen von Helfer_innen (das seid ihr und alle die ihr mobilisieren könnt) Flyer in die verschiedenen Stadtviertel, Spielplätze, Kindergärten etc. tragen, während des Verteilens mit Menschen ins Gespräch kommen und auf die Situation aufmerksam machen!

Wer möchte, staffiert sich gerne mit Kissen oder Luftballon unterm Pullover zur Schwangeren aus, um klar zu zeigen worum es geht und sich abzugrenzen vom üblichen Flyerregen in der Innenstadt.

Flyer zum Selbstausdrucken (oder Copyshop) findet ihr hier: http://www.hebammenunterstuetzung.de/flyer

Außerdem befinden sich einige davon im Geburtshaus. Geplant ist desweiteren, eine Person mit Flyernachschub an einem zentralen Punkt in Bonn (evtl. Hofgarten) zu stationieren, bei der ihr euch Material holen könnt! Sobald wir das abschließend geklärt haben, teilen wir euch Ort und Uhrzeit mit.

Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung!

Mit herzlichen Grüßen

der Eltern-Aktions-Stammtisch und die Hebammen des Bonner Geburtshauses


24.03. Stellungnahme Storch & Co und Geburtshaus Bonn zu der Auskunft der Stadtverwaltung

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei uns, den Hebammen und Mitarbeiterinnen des Geburtshaus Bonn und der Hebammenpraxis Storch & Co., hat Ihre Stellungnahme auf die Große Anfrage der SPD-­? Fraktion vom 02.02.2015 zur Zukunft der Geburtshilfe in Bonn mehr als nur eine große Irritation ausgelöst, sie macht uns ratlos und wütend zugleich.

 
Die Anfrage 1 lautete:
Wie beurteilt die Verwaltung aktuell die Versorgung der Bonner Bevölkerung mit freiberuflichen Hebammenleistungen im Rahmen der Geburtsbegleitung (als Beleghebamme, im Geburtshaus und zu Hause) sowie Nachsorge im Wochenbett?
 
Ihre Antwort:

„Die Versorgung der Bonner Bevölkerung mit Hebammenleistungen im Rahmen der Geburtsbegleitung sowie Nachsorge im Wochenbett ist sichergestellt ... 
Aktuell bestehen Möglichkeiten, Geburten durch freiberufliche Hebammen außerhalb der Kliniken begleiten zu lassen. Auch sind zurzeit in vier Bonner Kliniken freiberufliche Beleghebammen tätig.“ 

 
So, wie Sie diese Frage beantworten, stimmt das tatsächlich. Es bestehen Möglichkeiten. Darin können wir allerdings keine Antwort auf die gestellt Frage erkennen. Um diese Antwort zu erhalten, hätte es wohl kaum der Großen Anfrage bedurft. 
Was Eltern, Schwangere und künftige Schwangere interessiert und Ausgangspunkt der SPD-­? Anfrage war, ist doch die wohl die Frage danach, wie die Möglichkeiten aussehen, welche Möglichkeiten derzeit bestehen, wie sich die Möglichkeiten in den letzten Jahren verändert und was wir in Bonn zu erwarten haben.
Es interessiert uns brennend, bei wem Sie die aktuelle Versorgungssituation mit freiberuflichen Hebammenleistungen abgefragt haben. Soweit uns bekannt ist, haben Sie weder im Geburtshaus, noch in einer der beiden verbliebenen Hebammenpraxen mit Geburtshilfe nachgefragt. 


Durch eine Nachfrage bei den freiberuflich tätigen Hebammen in Bonn hätten Sie erfahren, dass in den letzten Jahren bereits Bonner Hebammenpraxen geschlossen bzw. die Geburtshilfe eingestellt haben. Ab Mai 2015 wird eine weitere Hebammenpraxis die Geburtshilfe aufgeben, ab Sommer 2015 sind in der Uni-­?Klinik Bonn keine Beleggeburten mehr möglich.


Sie hätten von uns erfahren, dass wir seit Monaten täglich Frauen enttäuschen müssen, weil wir keine Kapazität mehr haben. Die Hebammen vom Geburtshaus Bonn beispielsweise sind bereits bis Ende Oktober 2015 vollständig ausgebucht. In den Hebammenpraxen sieht es nicht besser aus. 


Übrigens: Frauen, die sich derzeit bei uns anmelden für Oktober 2015, sind ganz frisch schwanger! Sie melden sich sofort nach Schwangerschaftsfeststellung, um sich eine Hebamme am Geburtsort ihrer Wahl zu „sichern“. Ähnlich sieht die Situation auch für die Betreuung durch Beleghebammen aus.


Weitaus mehr Frauen fragen übrigens nach Hebammenbetreuung im Wochenbett, dies ganz unabhängig vom Geburtsort. Auch in der Wochenbettbetreuung sind wir bis weit in den Herbst hinein ausgebucht!


Selbst wenn es, wie Sie schreiben, vergleichsweise wenige Frauen sind, die ihr Kind außerhalb eines Krankenhauses zur Welt bringen möchten, so haben diese wenigen ein Recht darauf! Das Recht der freien Wahl des Geburtsortes ist im SGB V gesetzlich festgelegt. Im § 24 SGB V heißt es: „Die Versicherte hat Anspruch auf ambulante oder stationäre Entbindung. Die Versicherte kann ambulant in einem Krankenhaus, in einer von einer Hebamme oder einem Entbindungspfleger geleiteten Einrichtung, in einer ärztlich geleiteten Einrichtung, in einer Hebammenpraxis oder im Rahmen einer Hausgeburt entbinden...“


Dass Ihnen die immer schlechtere Versorgung mit Hebammenhilfe im außerklinischen Bereich durchaus bekannt ist, entnehmen wir Ihren Antworten auf die Fragen 2 und 3.

Ihre Antwort macht uns daher wütend und ratlos zugleich. Sie zeugt von Gleichgültigkeit und emotionaler Kälte gegenüber den Schwangeren und ihren berechtigten Bedürfnissen. Sie zwingen gesunde Schwangere defacto zur Geburt im Krankenhaus und treten damit das Recht der Frauen auf die freie Wahl des Geburtsortes mit Füßen.


Überdies müssen wir Ihre Aussage zur Haftpflichtsituation richtig stellen:
„Die Rahmenbedingungen einer Haftpflichtversicherung ...“ werden, anders als Sie schreiben, nicht „ ... zwischen den Hebammenberufsverbänden und dem GKV-­Spitzenverband ausgehandelt.“ Den Rahmen der Haftpflichtversicherung bestimmt der ab Sommer 2015 einzig verbleibende Haftpflichtversicherer, die Versicherungskammer Bayern.

Diese versichert die geburtshilflichen Hebammen noch bis Sommer 2016. Ab Sommer 2016 steht kein Haftpflichtversicherer zur Verfügung, außerklinische Geburtshilfe ist dann unmöglich, das bedeutet defacto Berufsverbot für außerklinisch tätige Hebammen und ebenfalls für das Geburtshaus Bonn.


Ihre Antwort „Dies kann jedoch durch die Bonner Kliniken kompensiert werden“ ist ein Schlag ins Gesicht für Hebammen und Schwangere.Anscheinend nehmen Sie den Niedergang eines der ältesten Berufe, den der freiberuflichen Hebamme, in Kauf. Wir bieten Ihnen an: Suchen Sie stattdessen gemeinsam mit uns nach Lösungen!

Es gibt Städte in Deutschland, die mit ihrer Familienfreundlichkeit und einer guten Hebammenversorgung – auch im außerklinischen Bereich – werben und ihre Hebammen unterstützen. Als Beispiel sei die Stadt Jena genannt.


Das sollte ein Modell auch für Bonn sein. Wir fordern deshalb umgehend die Qualifizierung
Ihrer Stellungnahme und einen Runden Tisch der Geburtshilfe in Bonn!
Bonn, 24.03.2015


Am 25.03.15 ist die öffentliche „Anhörung zur Zukunft der Hebammen“ im Bundestag!

Wir brauchen jede Stimme! Macht den Protest hörbar!

Mails, Briefe, Postkarten – formuliert eure Sorgen, Ängste, Verzweiflung und Wünsche an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses! Am 25.03.15 ist die öffentliche „Anhörung zur Zukunft der Hebammen“! Die Mitglieder des Ausschusses findet ihr hier: www.bundestag.de/…/ausschuesse…/a14/mitglieder/260660 Von dort zur homepage des jeweiligen Mitgliedes, dort findet ihr die Adressen. Post ins Büro nach Berlin, da Sitzungswoche. #

Weitere: Infos zur Anhörung:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw13_pa_gesundheit_hebammen/364496

 

Anhörung im Bundestag am 25.03.2015

General-Anzeiger Bonn

Schaufenster Bonn 01.04.2015


Erzählcafé "Der Start ins Leben" – Geburtshaus Bonn ist dabei!

Erzählcafé Banner

Die Erzählcafé-Aktion

Die Projektidee

Mit jedem Erzählcafé möchten wir im Sinne einer lebendigen Öffentlichkeitsarbeit vermitteln und konkret erlebbar machen, was in der heutigen ‚Geburtskultur‘ anders werden soll:

  • Frauen-Kompetenz würdigen und einbeziehen – Erzählcafés machen deutlich, dass Frauen, die schwanger waren und Kinder geboren haben, Ihr ‚Fachwissen‘ weitergeben können. Diese Erfahrungen möchten wir würdigen und für jüngere Menschen nutzbar machen.
     
  • Die heutige Geburtsmedizin kritisch überdenken – Durch die Geburtsberichte im Erzählcafé wird erfahrbar, wie radikal sich der Umgang mit Schwangerschaft und Geburt nach dem Krieg bis heute geändert hat. Wir möchten durch dieses Erfahrungswissen und durch persönliche Einsichten Mut machen und zugleich hinterfragen, was heute als selbstverständlich gilt.
     
  • Gesundheitswissen bewahren – In den Erzählcafés kommen auch ältere Hebammen und Ärztinnen zu Wort, die über ihre Erfahrungen und Arbeitsbedingungen vergangener Zeiten sprechen.

Ein offenes Kooperationsprojekt

Um vorhandenes Engagement zu bündeln, ist die Erzählcafé-Aktion als Kooperationsprojekt angelegt. Diese Institutionen und Vereine sind bereits Teil der Erzählcafé-Aktion:

Werden Sie Teil der Erzählcafé-Aktion und veranstalten Sie mit unserer Unterstützung an Ihrem Ort ein Erzählcafé ‚Der Start ins Leben‘.   » hier erfahren Sie mehr

Kontakt

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